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Neues Kulturangebot in neuem Ambiente

Neues Kulturangebot in neuem Ambiente [ Meldung vom 25.08.2009 ] ZO AvU

Kulturkonzept von Stephan Häsler
In der Café- und Weinbar Zum Hut findet das an Kultur statt, was in grossen Häusern keinen Platz findet. Konzerte in Kleinbesetzung, Lesungen, Performance, Ausstellungen - das Angebot ist vielfältig.
von Petra Wälti-Symanzik

Es tut sich was im «Hut». Man munkelt von einer Dreiecksbeziehung, in der zwei mit einem spielen und diesen nach einer Partie gleich wieder auswechseln. Ob es sich hier um eine Liebesbeziehung handelt, sei dahingestellt. Aber eines ist sicher, diese Dreierkonstellation sorgt für Spannung und Abwechslung in Uster.

Unter «Ménage à trois im ‹Hut›» startet am 13. Oktober in der noch jungen Café- und Weinbar Zum Hut an der Bahnhofstrasse 18 in Uster eine spezielle Konzertreihe in kleiner Besetzung. Sie ist Teil des kulturellen Konzepts, das Stephan Häsler und Markus Mom als Betreiber der Bar anbieten.

Immer am Dienstag
«Dienstag ist Veranstaltungstag im ‹Hut›, weil er im kulturellen Kalender Usters noch frei war», sagt Stephan Häsler. Das Ziel seien wöchentliche Veranstaltungen. Neben der «Ménage à trois»-Reihe finden Konzerte statt wie das von der Ustermer Sängerin Evelyn Funkhouser am 29. September und der Geigerin Helena Winkelmann am 27. Oktober. Stephan Häsler will auch Ustermer Newcomern eine Plattform bieten, «sie sollen auch bei uns auftreten können».

Noch in Planung ist die «Café Philo»- Reihe, wo jeweils am Sonntagmorgen unter kundiger philosophischer Leitung über Themen des Alltags diskutiert werden soll. Ebenso wird es Veranstaltungen zum Thema Mode und Hüte zusammen mit der Designerin Pia Herman geben, die mit ihrem Geschäft pi.collections im gleichen Haus ist.

Nicht nur Veranstaltungen gehören zum Kulturkonzept der Betreiber, unübersehbar ist auch das breite Angebot an Zeitungen und Zeitschriften aus dem In- und Ausland, die im Café auf Leser warten. «Wir suchen noch Sponsoren für ein Abo der Sonntagszeitungen», sagt Häsler. Die meisten Abos konnten auf diese Art finanziert werden.

Gast als Dritter im Bunde
Unter den Veranstaltungen soll die «Ménage à trois»-Reihe den üblichen Rahmen sprengen. Jeden zweiten Dienstag im Monat gibt es neunmal in Folge ein Konzert in Trio-Besetzung, von dem zwei der drei Akteure eine Konstante bilden. Jedesmal dabei sind der Cellist Bernhard Göttert und der Saxofonist Ekkehard Sassenhausen.
Für Abwechslung sorgt jeweils der Dritte im Bunde, der als geladener Gast das Überraschungstrio vervollständigt. Dass dieser aus verschiedenen Künsten zu dem Duett stösst, entspricht dem Leitgedanken der Konzertreihe. «Wir machen das, was in grossen Häusern nicht unbedingt Platz findet», sagt Häsler. Die Idee dahinter ist das Experiment einer Verbindung von unterschiedlichen Musikstilen wie Jazz, Klassik, Barock, neue Musik, Improvisation. Und die Vernetzung mit anderen Künsten wie Literatur, Schauspiel, Gastronomie, Bildhauerei, Tanz und Akrobatik. «Oder die Küchenmannschaft rüstet in der Bar das Gemüse, von Cello und Saxofon begleitet.»

Die Reihe startet am 13. Oktober mit einer Konzert-Lesung unter dem Titel «Mein neues Hut» mit der Regisseurin Thea Dumsch und Texten von Daniil Charms. Am 10. November heisst es «Buticularius»: Ein Sommelier stellt das Weinangebot des Hauses vor die gustatorisch-musikalische Prüfung. Zu Gast am 8. Dezember ist der argentinische Musiker Francisco Obieta mit seinem Kontrabass. Mit «Thinking About The Past And Wondering About The Future ...» will er Themen des Lebens in einer abstrakten Form näherbringen. Alle Veranstaltungen finden entweder in der Bar im Erdgeschoss oder im oberen Stock, ein Café im Wiener Stil, statt.

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